A–Z
Von A wie Abschlussgrad bis Z wie Zulassungsbeschränkung: Wir erklären dir die zentralen Begriffe aus der Welt des Studiums in Baden-Württemberg.
Glossar
Der Abschlussgrad oder auch akademische Grad ist die offizielle Bezeichnung, die du erhältst, wenn du ein Studium erfolgreich beendet hast. Die Abschlüsse bauen in folgender Reihenfolge aufeinander auf:
- Bachelor
- Master
- Doktor (Promotion)
Diplom und Magister stehen auf einer Ebene mit dem Mastergrad. Das Staatsexamen als staatlicher Abschluss ist ein Sonderfall.
Die Akademischen Auslandsämter (AAA) beziehungsweise International Offices (IO) sind an Hochschulen die Anlaufstellen für alle Fragen rund um einen Studienaufenthalt im Ausland. Egal, ob es um Stipendien für die Zeit des Aufenthalts geht oder um die Anerkennung von Studienleistungen nach der Rückkehr, für die Prüfungsämter grundsätzlich zuständig sind – mit Mitarbeitenden dort können wir weiterhelfen. Sie sind zudem für ausländische Studierende da und helfen ihnen bei Fragen zum Studium an der Hochschule in Deutschland weiter.
Wie auch beim TÜV müssen Studiengänge regelmäßig auf ihre Qualität geprüft werden. Kriterien für diese Prüfung sind …
- die zeitliche Schaffbarkeit des Studiums,
- die Ausrichtung der Module an den Qualifikationszielen und
- die Aussicht auf entsprechende Berufsfelder.
Die jeweiligen Mindestanforderungen stimmen die Mitglieder der bundesländerübergreifenden Kultusministerkonferenz ab. In regelmäßig stattfindenden Gutachten entscheidet sich, ob ein Studiengang die Anforderungen erfüllt. Bei erfolgreicher Prüfung erhält er die Bestätigung, die sogenannte Akkreditierung, und ein entsprechendes Qualitätssiegel.
Beantragen kann man eine Akkreditierung über www.akkreditierungsrat.de
Ein Auswahlverfahren kommt meist zum Einsatz, wenn sich mehr Personen auf ein Studium bewerben als Plätze verfügbar sind. Die Hochschulen entscheiden, ob es ein Auswahlverfahren gibt. Welche Kriterien dabei zählen, entscheidet jede Hochschule selbst. Dabei muss immer ein schulisches und ein außerschulisches Kriterium berücksichtigt werden.
- Schulisches Kriterium: zum Beispiel Abiturdurchschnitt oder Noten in bestimmten Fächern
- Außerschulisches Kriterium: zum Beispiel ein Studierfähigkeitstest, ein Auswahlgespräch, ein Essay oder eine abgeschlossene Berufsausbildung
Der Bachelor ist einer von mehreren Abschlussgraden, die man erhalten kann, wenn man ein Studium beendet. In der Fachsprache nennt man das auch den akademischen Grad. Der Bachelor ist der erste Abschluss eines Hochschulstudiums und dauert in der Regel 6 bis 8 Semester. Der Bachelor qualifiziert dich für einen Beruf und du kannst damit direkt in die Arbeitswelt starten.
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) hat das Ziel, Menschen – unabhängig von ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation – finanziell die Möglichkeit zu einer gewünschten Ausbildung zu geben. Ob du BAföG bekommst, hängt vor allem von deinem eigenen Vermögen und Einkommen und dem Einkommen deiner Eltern ab. Meist wird die Förderung zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Darlehen gezahlt. Deinen Antrag kannst du online unter www.bafoeg-digital.de stellen.
Die Begabtenförderungswerke unterstützen begabte Studierende während des Studiums durch Stipendien. In Deutschland gibt es 13 staatlich anerkannte Begabtenförderungswerke, die sich je nach politischer Haltung, religiösen Hintergründen und weltanschaulichen Prägungen unterscheiden. Übrigens: Ein Einser-Schnitt alleine ist keine Voraussetzung, es kommt vielmehr auf das Gesamtbild an. Neben den Begabtenförderungswerken gibt es noch mehr Organisationen, die Stipendien vergeben.
Der Bildungskredit ist eine Unterstützungsmöglichkeit für Studierende, die sich bereits im fortgeschrittenen Studium befinden. Unabhängig von BAföG kann man online beim Bundesverwaltungsamt (BVA) einen Antrag stellen und bis zu 300 Euro monatlich, 24 Monate lang, erhalten. Der Kredit ist zeitlich begrenzt und verhältnismäßig zinsgünstig. Nach einer Prüfung durch das BVA erhält man gegebenenfalls eine positive Rückmeldung sowie die Übersendung eines Vertragsangebots der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau).
Bis zur Bachelor-/Master-Umstellung war das Diplom der Regelabschluss in ingenieur-, natur-, wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fächern. Heute kannst du noch in der Verwaltung und an Kunst- und Musikhochschulen auf Diplom studieren. Wie beim Bachelor lernst du hier neben dem Fachwissen auch die nötigen Methoden.
Mit einer Promotion erreichst du den höchsten akademischen Grad und erhältst den Doktortitel. Damit du diesen bekommst, musst zuvor nachweisen, dass du tiefgreifend wissenschaftlich arbeiten kannst. Teil dieses Nachweises ist eine wissenschaftliche Arbeit, die sogenannte Dissertation.
ECTS-Punkte sind Leistungspunkte, die du während deines Studiums sammeln kannst. Das European Credit Transfer System (ECTS) vergibt ECTS-Punkte oder Credit Points im europäischen Hochschulraum. Dieses System soll die Anerkennung für erbrachte Studienleistungen im In- und Ausland erleichtern. ECTS-Punkte sind nicht mit Noten zu verwechseln, sondern werden on top vergeben. Hierbei wird der gesamte Arbeitsumfang eingerechnet, wie:
- zeitliche Gesamtbelastung
- Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffs
- Prüfungsaufwand
- Prüfungsvorbereitung
- Abschluss- und Studienarbeiten
- Praktika
Normalerweise ist pro Semester mit circa 30 ECTS zu rechnen. Rechnet man dies beispielsweise auf die Regelstudienzeit des Bachelorstudiums (drei bis vier Jahre), so kommt man auf mindestens 180 und maximal 240 ECTS-Punkte. Im Master (ein bis zwei Jahre) kommen dann noch einmal 60 bis 120 ECTS-Punkte dazu. Welche Module wie viele ECTS geben, kann man im „Modulhandbuch“ des gewählten Studiengangs nachlesen. Diese sind auf der Website der jeweiligen Hochschule zu finden.
Bei manchen Studiengängen gibt es spezielle Auswahlkriterien, die im Rahmen eines Eignungsfeststellungsverfahrens überprüft werden. Es handelt sich nicht immer um eine „Prüfung“ im Sinne einer persönlichen schriftlichen oder mündlichen Prüfung – in manchen Fällen werden einfach die eingereichten schriftlichen Unterlagen ausgewertet. Ob es bei deinem Studiengang eine entsprechende Prüfung gibt, findest du auf der Website deiner Wunschhochschule.
Die Eignungsprüfung prüft, ob sich Bewerbende für einen Studienplatz eignen, da für diesen besondere Fähigkeiten notwendig sind. In der Praxis wird das Eignungsfeststellungsverfahren oft als der übergeordnete Begriff für die Prüfung der Eignung verstanden, während die Eignungsprüfung oft die konkrete praktische Prüfung bezeichnet – zum Beispiel ein Vorspielen oder eine Zeichnung.
Eignungstests dienen dazu, festzustellen, ob die Bewerbenden für den gewünschten Studiengang die erforderlichen Fähigkeiten besitzen. Eignungstests werden in vielen Bereichen eingesetzt, sei es bei der Aufnahme an die Universität oder bei Vorstellungsgesprächen. Meist setzen sie sich aus verschiedenen Teilen zusammen, um unterschiedliche Kriterien zu überprüfen. Diese können je nach Zielbereich unterschiedlich sein.
Bei einer Evaluation geht es allgemein um eine sach- und fachgerechte Bewertung von Prozessen und Ergebnissen. An Hochschulen stehen bei Evaluationen beispielsweise die Qualität von Studienangeboten oder Leistungen von Hochschuldozentinnen und -dozenten im Fokus. Wie eine Evaluation abläuft, hängt vom Ziel ab: Soll beispielsweise rückblickend geprüft werden, ob eine Maßnahme den angestrebten Erfolg hat, bietet sich unter anderem eine Befragung oder Beobachtung an.
Das übergeordnete Ziel von Evaluationen an Hochschulen ist es, die Qualität der eigenen Prozesse zu sichern und zu verbessern. Ein klassisches Beispiel für eine Evaluation ist die Bewertung von Lehrveranstaltungen durch eine Befragung der Studierenden, die diese besucht haben.
Eine Exmatrikulation ist das Gegenteil einer Immatrikulation – es geht also darum, sich aus einem Studium „auszuschreiben“. Zu einer Exmatrikulation kann es aus folgenden Gründen kommen:
- Vollendung des Studiums
- Hochschulwechsel
- Prüfungsleistungen wurden mehrmals nicht erbracht
- Studierende haben sich nicht zurückgemeldet
Eine Exmatrikulationen kann also freiwillig, natürlich oder auch zwangsweise erfolgen.
2005 wurde die „Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen“ gestartet. Sie zielte darauf ab, gleichermaßen Spitzenforschung und die Anhebung der Qualität des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Deutschland in der Breite zu fördern und damit …
- den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken,
- seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und
- Spitzenleistungen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbar zu machen.
In diesem Zuge wurden von 2006 bis 2011 unter der Regie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) insgesamt 1,9 Mrd. Euro Fördermittel vergeben. Umgangssprachlich wurden die ausgezeichneten Hochschulen auch als „Elitehochschulen“ bezeichnet.
Fachschaften sind die studentischen Interessenvertretungen an Hochschulen, die sich für die Belange der Studierenden einsetzen. Eine Fachschaft setzt sich an deutschen Hochschulen in der Regel aus Studierenden eines Fachbereichs oder einer Fakultät zusammen. Beispielsweise kann ein Mathematikstudent Mitglied der Fachschaft Mathematik an seiner Hochschule sein. Teilweise gibt es aber auch fachbereichsübergreifende Fachschaften. So kann es beispielsweise an einer Hochschule eine gemeinsame Fachschaft der Bereiche Informatik, Mathematik und Physik geben.
Hochschulen sind nach den sogenannten Fakultäten gegliedert. Diese entsprechen meist den Fachbereichen der Hochschule oder bestehen aus einem Zusammenschluss „verwandter“ Fächer.
Bei bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen wie Humanmedizin oder Pharmazie läuft die Bewerbung über das zentrale Vergabeverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung. Das bedeutet, du bewirbst dich über hochschulstart.de und erfährst darüber auch, ob du deinen Wunschstudienplatz erhältst.
Eine HZB ist ein Zeugnis oder eine Bescheinigung, beispielsweise das Abiturzeugnis oder das Zeugnis der Fachhochschulreife. Das Dokument berechtigt zum Studium an einer Hochschule.
Eine Immatrikulation ist eine Einschreibung in einen Studiengang. Für zulassungsbeschränkte Studiengänge braucht man dazu einen Zulassungsbescheid, der erst nach vorangegangener Bewerbung erteilt werden kann. Der Immatrikulationsantrag muss die betreffende Hochschule fristgerecht, manchmal auch persönlich, erreichen.
Die Immatrikulationsfrist beschreibt den Zeitraum, in dem es möglich ist, sich für einen Studiengang einzuschreiben.
Lehrstühle werden oft, insbesondere an großen Universitäten mit vielen Lehrstühlen, in Institute zusammengeführt. Beispielsweise ist der Lehrstuhl für Kommunikationstheorie Teil des Instituts für Kommunikationswissenschaft. Ein Institut wird in der Regel von einer Professorin beziehungsweise einem Professor geleitet.
Die Akademischen Auslandsämter (AAA) beziehungsweise International Offices (IO) sind an Hochschulen die Anlaufstelle in allen Fragen rund um einen Studienaufenthalt im Ausland. Egal, ob es um Stipendien für die Zeit des Aufenthalts geht oder um die Anerkennung von Studienleistungen nach der Rückkehr, für die die Prüfungsämter grundsätzlich zuständig sind – mit Mitarbeitenden dort können wir weiterhelfen. Sie sind zudem für ausländische Studierende da und helfen ihnen bei Fragen zum Studium an der Hochschule in Deutschland weiter.
Eine Kommilitonin oder ein Kommilitone ist eine Person, die gleichzeitig mit einer bestimmten anderen Person studiert. Dabei ist es nicht wichtig, ob Studierende im selben oder in einem anderen Fachgebiet studieren oder im selben oder anderen Semester sind. In der Regel studieren Kommilitoninnen und Kommilitonen gleichzeitig an derselben Hochschule.
Die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, kurz Kultusministerkonferenz, wurde 1948 gegründet. Sie ist ein freiwilliger Zusammenschluss der Ministerinnen und Minister beziehungsweise Senatorinnen und Senatoren der Länder, die sich den Themen Bildung und Erziehung, Hochschulen und Forschung sowie kulturellen Angelegenheiten widmen. Ihre Beschlüsse sind bindend und müssen zum Beispiel in den Hochschulgesetzen der Länder umgesetzt werden.
Im Landeshochschulgesetz werden gesetzliche Stellung, Organisation, Studium, Lehre, Prüfungen, Stellung der Studierenden und Lehrenden und vieles mehr geregelt.
Das Magisterstudium war bis zur Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge traditionell ein Studium der geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Fächer. In Baden-Württemberg kannst du nur noch in wenigen Fällen den Abschlussgrad des Magisters erhalten.
Im Masterstudium geht es darum, die eigenen Fachkompetenzen zu erweitern oder zu vertiefen. Wichtig: Zugelassen wird man erst, wenn man einen ersten Hochschulabschluss in der Tasche hat. Zudem gibt es die festgelegten Zulassungsvoraussetzungen der jeweiligen Hochschule zu beachten. Das Masterstudium kann direkt nach dem Bachelorabschluss oder zu einem späteren Zeitpunkt begonnen werden. Möchte jemand den Doktor machen, ist ein abgeschlossenes Masterstudium unabdingbar.
Die Studierenden einer Hochschule werden anhand einer individuellen Matrikelnummer in einem Verzeichnis geführt. Die Matrikelnummern benötigen die Studis zum Beispiel für die Rückmeldung zum Folgesemester, für das Abrufen von Notenauszügen und für Ausleihen in der Bibliothek.
Eine Mensa ist eine Kantine für Studierende und Hochschulmitarbeitende. Aufgrund der Unterstützung durch das Studierendenwerk gibt es das Essen dort meist zu vergleichsweise günstigen Preisen.
Module fassen Stoffgebiete zu thematisch und zeitlich abgerundeten Einheiten zusammen. Jedes Modul bekommt eine gewisse Zahl an ECTS-Punkten zugewiesen, die Studierende erhalten, wenn sie das Modul erfolgreich abgeschlossen haben. Studierende können Module in der Regel erfolgreich abschließen, wenn sie eine Prüfungsleistung gemeistert haben – beispielsweise eine Klausur oder Seminararbeit mit mindestens der Note 4,0.
Häufig wird der Numerus Clausus fälschlicherweise mit einer festen Mindest-Abschlussnote gleichgesetzt. Früher erfolgte die Zulassung oft hauptsächlich nach dem Abischnitt. Heute entscheidet jedoch nicht mehr allein die Durchschnittsnote, sondern es zählen noch weitere Kriterien wie Einzelnoten, Auswahlgespräche und Praktika.
Ein Orientierungstest hilft dir dabei, herauszufinden, ob ein Studium etwas für dich ist und welcher Studiengang beispielsweise zu dir passt. Der „Pflichtteil“ des OT besteht aus einem Interessentest, der etwa zehn Minuten dauert. Du musst ihn als Studienorientierungsverfahren nachweisen, wenn du dich für einen Regelabschluss bewirbst – das betrifft alle Bachelor-Studiengänge. Du brauchst ihn auch, wenn du den Studiengang, die Hochschule oder sogar ein Zweitstudium wechselst und den Test noch nicht gemacht hast.
Mit einer Promotion erreichst du den höchsten akademischen Grad und erhältst den Doktortitel. Sie kann auf ein Diplom, Master, Magister oder Staatsexamen folgen. Wenn jemand promoviert und die Promotion erfolgreich abschließt, ist das ein Nachweis, dass die Person tiefgreifend wissenschaftlich arbeiten kann.
Eine Prüfungskommission ist ein Gremium an einer Hochschule, das gebildet wird, um die Leistungen von Studierenden zu beurteilen und gegebenenfalls anzuerkennen. Zudem entscheidet das Gremium über die Zulassung von Studierenden zu Prüfungen.
Die Prüfungsordnung regelt die Art und den Ablauf der Prüfungen. Sie gibt beispielsweise Auskunft über Prüfungsabschnitte, besondere Voraussetzungen für Prüfungsanmeldungen oder Möglichkeiten zur Prüfungswiederholung. Sie regelt auch genau, was Studierende beim Erstellen ihrer Abschlussarbeit beachten müssen und welche Leistungsnachweise sie für die Abschlussprüfungen erbringen müssen.
Es gibt verschiedene Rankings, die Hochschulen vergleichen und dabei unterschiedliche Kriterien heranziehen – vom Ruf der Hochschule bis hin zur Ausstattung. Es gibt auch für einzelne Fachbereiche-Rankings: Bei diesen steht meist die Qualität der Forschung im Fokus der Bewertung.
Die meisten kennen den Begriff aus der Schule, da Schülerinnen und Schüler immer wieder Lehrkräfte haben, die sich noch im Referendariat befinden. Doch auch in anderen Bereichen gibt es das Referendariat. In der deutschen Beamtenlaufbahn bereitet das Referendariat auf die Laufbahngruppe des höheren Dienstes beim Staat vor. In das Referendariat eintreten kann, wer an einer Hochschule das Studium mit dem ersten Staatsexamen oder einer gleichwertigen akademischen Prüfung abgeschlossen hat. Die Dienstbezeichnung ist Referendarin beziehungsweise Referendar mit einem auf die Laufbahn hinweisenden Präfix, zum Beispiel Rechtsreferendarin.
Die Regelstudienzeit beschreibt die Anzahl an Semestern, die für einen Vollzeitstudiengang bis zum Absolvieren des Studiums grundsätzlich benötigt werden.
Ein Semester (von lat.: sex = sechs; mensis = Monat) ist ein Studienhalbjahr an einer Hochschule. Die vorlesungsfreie Zeit, also die Semesterferien, werden dabei mit eingerechnet.
Semesterferien sind die Zeit im Semester, in der keine Vorlesungen stattfinden. Das bedeutet jedoch nicht, dass in dieser Zeit nicht studiert wird. Oftmals finden in dieser Zeit Klausuren, Prüfungen, Labor- und sonstige Praktika statt. Je nach Studium hat man mehr oder weniger effektive freie Zeit.
Die Zahl der Semesterwochenstunden sagt aus, wie viel Zeit Studierende pro Woche für eine Lehrveranstaltung aufwenden müssen. Eine SWS entspricht 45 Minuten. Nicht inbegriffen ist die Arbeit, die zu Hause zu leisten ist. In der Regel geht man daher von einer Verdoppelung des genannten Aufwands aus.
Ein Seminar ist eine Lehrveranstaltung, die dazu dient, Wissen zu erwerben oder zu vertiefen. Seminare werden von einer Seminarleitung oder einer Dozentin beziehungsweise einem Dozenten durchgeführt. Bezeichnend für ein Seminar ist die vergleichsweise geringe Zahl Teilnehmender. Anders als bei Vorlesungen müssen Studierende aktiv teilnehmen und beispielsweise Referate halten oder sich an Diskussionen beteiligen.
Dozentinnen und Dozenten sowie Professorinnen und Professoren bieten Sprechstunden an, um in diesem Zeitslot Fragen zu Seminaren, Hausarbeiten oder Referaten mit den Studierenden zu besprechen. Teilweise sind Infos zur Sprechstunde auf der Website zu finden, teilweise müssen sich die Studis diese anderweitig erfragen, beispielsweise bei den betreffenden Personen direkt.
Das Staatsexamen gibt es in Fächern der Rechtswissenschaft oder bei pharmazeutischen und medizinischen Studiengängen. Die Prüfung wird nicht von der Hochschule allein, sondern unter staatlicher Aufsicht abgenommen. Das Hochschulstudium wird in diesem Fall also mit einer „Staatsprüfung“ abgeschlossen.
Mehr zum Staatsexamen und zu den verschiedenen Abschlussgraden
Ein Stipendium ist eine besondere Form der finanziellen Unterstützung für Studierende. Begabtenförderungswerke und private Trägerinnen und Träger vergeben meist leistungsabhängige Stipendien für besonders begabte Studis. Es gibt aber auch leistungsunabhängige Varianten. Die Höhe orientiert sich häufig an den BAföG-Sätzen, kann aber durch Zusatzleistungen auch höher ausfallen. Stipendien müssen in der Regel nicht zurückgezahlt werden.
Studentische Hilfskräfte werden umgangssprachlich HiWis genannt. HiWis sind Studierende, die vergütet unterstützende Tätigkeiten in Lehre, Forschung und Service durchführen. Zum Beispiel stellen Lehrstühle HiWis an, damit diese sie bei der Durchführung von Studien unterstützen.
Die Studienberatung an Hochschulen teilt sich auf in die Allgemeine Studienberatung und die Fachstudienberatung. Bei der Allgemeinen Studienberatung handelt es sich um eine prozessorientierte Beratung, die Studieninteressierte oder Studierende dabei unterstützt, ihre Fragen zum Studium eigenständig zu lösen. Bei der Fachstudienberatung gibt es hingegen konkrete Informationen zum Aufbau, Ablauf und Inhalt eines bestimmten Studienfachs oder Studiengangs.
Die allgemeinen Studiengebühren in Baden-Württemberg wurden zum Sommersemester 2012 abgeschafft. Für internationale Studierende, für Studierende, die ein Zweitstudium absolvieren, und unter Umständen auch für Studierende an privaten Hochschulen gibt es jedoch noch entsprechende Gebühren. Mehr zur Höhe der Gebühren für internationle Studierende und für ein Zweitstudium findest du auf der Seite des Wissenschaftsministeriums.
Es gibt verschiedene Varianten von Studienkrediten, auf die Studierende im Bedarfsfall zurückgreifen können. Grundsätzlich funktionieren sie nach dem Prinzip eines Darlehens. Dies bedeutet, dass ein Kreditvertrag abgeschlossen wird, der später mit Zins und Tilgung über einen gewissen Zeitraum zurückgezahlt wird. Daher zahlt man in der Regel mehr zurück, als man ursprünglich erhalten hat.
Neben Studienkrediten gibt es noch weitere Möglichkeiten, das eigene Studium zu finanzieren.
Das Studierendensekretariat ist eine Einrichtung der Hochschule, die unter anderem für das Bewerbungsverfahren, die Vergabe der Studienplätze und die Einschreibung zuständig ist.
Ein Studierendenwerk ist an einem Hochschulstandort für die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Belange der Studierenden zuständig. Es betreibt zum Beispiel die Mensa oder Studierendenwohnheime. Auch die BAföG-Anträge bearbeiten die Angestellten der Studierendenwerke. Welche Studierendenwerke es in Baden-Württemberg gibt, erfährst du auf unserer Unterseite.
Ein Studierendenwohnheim ist eine Unterkunft für Studierende. Sie können dort während des Studiums kostengünstig wohnen, meist in kleinen Einzelzimmern oder in Wohngemeinschaften. In Deutschland betreiben die Wohnheime meist das jeweils örtliche Studierendenwerk.
Die Thesis steht für eine Forschungsarbeit von Studierenden. In der Regel ist damit die Abschlussarbeit gemeint, also beispielsweise die Bachelorarbeit.
Ein Tutorium ist eine Lehrveranstaltung, bei der eine Studentin oder ein Student höheren Semesters die Studierenden tieferer Semester unterstützend begleitet und mit ihnen Grundkenntnisse vertieft oder ihre Anwendung übt.
Eine Übung kann beispielsweise in Kombination mit einer Vorlesung angeboten werden. In der Übung können Studierende anhand konkreter Aufgaben Inhalte anwenden und so üben, was sie zuvor im Rahmen der Vorlesung gehört haben.
Die Universitätsmatrikel ist das Verzeichnis der Studierenden einer Universität. Diese werden dort anhand von Matrikelnummern identifiziert.
Eine Vorlesung ist vergleichbar mit einer Unterrichtsstunde in der Schule, es gibt jedoch ein paar Unterschiede: Vorlesungen sind Frontalunterricht, bei dem Professorinnen und Professoren oder Dozentinnen und Dozenten einen Vortrag über ein bestimmtes Thema halten. Die Studierenden nehmen an der Vorlesung in der Regel vor Ort im Hörsaal teil – es gibt inzwischen jedoch häufig auch Aufzeichnungen, wodurch Studis sich die Vorlesung auch von zu Hause im Livestream oder sogar zeitversetzt anschauen können. An einer Vorlesung nehmen häufig mehrere hundert Studierende teil, machen sich Notizen und bereiten den Stoff selbstständig nach, um später die Prüfungsleistungen mit Erfolg zu absolvieren.
Der Vorlesungsbeginn ist der Zeitpunkt, an dem der Unterricht in einem Semester beginnt. Das Sommersemester beginnt meist zum April, das Wintersemester zum Oktober.
Das Vorlesungsverzeichnis ist eine Zusammenstellung der für das Semester an einer Hochschule angebotenen Lehrveranstaltungen – beispielsweise Vorlesungen oder Seminare. Oftmals werden auch kommentierte Vorlesungsverzeichnisse angeboten, die kurze Beschreibungen der Veranstaltungen enthalten.
Die Zulassungsbeschränkung ist das Synonym von Numerus Clausus und bezeichnet eine begrenzte Anzahl von Studienplätzen in bestimmten Studiengängen an Hochschulen in Deutschland.