Zentrales Vergabeverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung

Studienplätze, die in das zentrale Vergabeverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung einbezogen sind, werden nach Abzug einer gewissen „Vorabquote“ für bestimmte Bewerbergruppen (z.B. Zweitstudienbewerber, besondere Härtefälle, Ausländer) nach drei sogenannten Auswahlquoten vergeben: 

  1. Die ersten 20% der zur Verfügung stehenden Plätze werden aufgrund der Abiturdurchschnittsnote/Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung (“Abiturbestenquote“) vergeben.
     
  2. Weitere 20% der Plätze werden nach der Zahl der Wartesemester (Wartezeit) vergeben.
     
  3. Die verbleibenden 60% vergeben die Hochschulen selbständig nach festgelegten Kriterien (Auswahlverfahren der Hochschule). Zulässige Auswahlkriterien sind: Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung, Einzelnoten der Hochschulzugangsberechtigung, fachspezifischer Test, Auswahlgespräch, Berufspraxis und sonstige einschlägige Vorbildungen. Der Abiturdurchschnittsnote muss ein maßgeblicher Einfluss zukommen. Wie die Hochschulen die Auswahl vornehmen, regeln diese durch Satzungen.

In der Quote für die Abiturbesten (s. o. Nr.1) erfolgt zuerst die Festlegung von Landesquoten. Damit wird sichergestellt, dass nur Bewerberinnen und Bewerber, die in dem gleichen Land die Hochschulzugangsberechtigung erworben haben, um die Plätze dieser Quote konkurrieren. Für die in ihren jeweiligen Landesquoten als „Abiturbeste“ ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber  wird im nächsten Schritt über die Studienorte entschieden.

Maßgeblich sind zuerst die Ortswünsche der Bewerber/innen, die dafür bis zu sechs Hochschulen angeben können. Da sich aber die Nachfrage der Studienbewerber/innen auf die einzelnen Studienorte ungleichmäßig verteilt, wird wiederum nach der Abiturdurchschnittsnote/danach Punktzahl/ danach Sozialkriterien/ danach Los über den Studienort entschieden.

 

Anmerkung:
Die Stiftung für Hochschulzulassung sowie viele Hochschulen geben auf ihren Internetseiten aktuelle Übersichten über die jeweiligen Auswahlgrenzen.

Bei der Wartezeit (s.o. Nr. 2) wird der Zulassungsrang für die letzte noch zugelassene Person bspw. mit „12 / 3,3“ angegeben. Dies bedeutet, dass alle Bewerberinnen und Bewerber mit mehr als 12 Wartesemestern und dass alle Bewerberinnen und Bewerber mit 12 Wartesemestern und nachgeordnet der Note 3,3 oder besser einen Studienplatz bekamen. Konnten nicht alle Bewerberinnen und Bewerber mit 12 Wartesemestern und einem Notenschnitt von 3,3 berücksichtigt werden, entschied das Los über die Verteilung der verbliebenen Studienplätze.

Weitere Informationen finden Sie bei der Stiftung für Hochschulzulassung: www.hochschulstart.de